Market Outlook - Europe excluding the UK - Richard Pease

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Seit der Umstrukturierung des Portfolios am Jahresanfang hat der New Star European Growth Fund in den fünf Monaten bis Ende Mai 2008* unter Leitung von Fondsmanager Richard Pease sowohl seine Benchmark als auch seine Vergleichsgruppe übertroffen. Der von Standard & Poor’s mit AAA benotete†, in Dublin registrierte Fonds legte im Mai um 2,06 % zu, während der FTSE World Europe ex UK Total Return Index um 1,49 % stieg*. Im Folgenden berichtet Pease über die Chancen, die er für Aktien von Unternehmen sieht, deren Erträge weniger stark von der globalen Wirtschaftslage abhängig sind.

Die Börsen in Europa (ohne Großbritannien) waren von Sommer 2007 bis Anfang 2008 mit schwierigen Bedingungen konfrontiert. Titel in so genannten zyklischen Branchen standen unter erheblichem Druck, ungeachtet der Qualität und Nachhaltigkeit der Gewinne. Seit einigen Monaten differenzieren die Anleger erfreulicherweise wieder stärker und beurteilen die Unternehmen mehr nach den individuellen Vor- und Nachteilen.

Die Bewertungen vieler Aktien, speziell von mittelgroßen Wachstumsunternehmen, sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken, und wahrscheinlich ist ein Großteil der negativen wirtschaftlichen Entwicklungen schon in die Kurse eingepreist. Die Unternehmen äußern sich zurückhaltender, aber allgemein wird ein vorsichtig optimistischer Eindruck vermittelt. Viele Vorstände kaufen eigene Aktien inzwischen sowohl privat als auch aus Gründen der Kapitalherabsetzung.

Die Unternehmen in Europa sind nicht überschuldet, und auch die Verbraucher stehen verglichen mit den USA gut da. Die in diesem Jahr bisher veröffentlichten Gewinnzahlen zeugen davon, dass die kontinentaleuropäischen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors recht ordentliche Ergebnisse erzielen. Viele Firmen, die als Investments für den New Star European Growth Fund in Betracht gezogen werden, weisen denn auch Free-Cashflow-Renditen von fast 10 % auf. Wie es scheint, haben sich durch das schwierige erste Quartal attraktive längerfristige Gelegenheiten für selektive Käufe eröffnet.

Sicher werden die Sommermonate keineswegs ohne Probleme verlaufen – mit Gegenwind, hauptsächlich aus den Ländern des Westens, ist durchaus zu rechnen.

Schwächer werdende Konjunkturdaten bestätigen, dass die Gefahr eines deutlichen wirtschaftlichen Abschwungs beziehungsweise einer Rezession in den USA nicht gebannt ist. Die Anleger sind verunsichert über die mögliche Dauer und Intensität einer solchen Entwicklung, und sie fragen sich, welche Auswirkungen sie wohl auf das Wachstum in Europa und den Schwellenländern haben wird. Bis mehr Klarheit in Bezug auf die Konjunkturentwicklung in den USA herrscht, wird die Nervosität an den Börsen sicher andauern. Der wachsende Inflationsdruck auf Grund höherer Rohstoffpreise und steigender Löhne und Gehälter stellt eine zusätzliche Komplikation dar. Die US-Notenbank hat ihre Leitzinsen energisch gesenkt. Im Gegensatz dazu könnte die Europäische Zentralbank weniger Bereitschaft zeigen, ihren maßgeblichen Satz zu reduzieren, und die Folge könnten Wettbewerbsprobleme für die europäische Exportwirtschaft auf Grund des starken Euro sein.

Vor diesem Hintergrund legt der New Star European Growth Fund den Schwerpunkt auf Unternehmen mit Preissetzungsmacht in Branchen mit erfolgter Konsolidierung. Der Fonds meidet Firmen, die vom Luxuskonsum abhängig sind, und hat Telekommunikations-, Pharmawerte und Versorger untergewichtet. Das Engagement des Fonds in Finanzwerten wurde ebenfalls reduziert. Grund dafür war die verbleibende Unsicherheit mit Blick auf mögliche Abschreibungen und die Gewinnentwicklung der Institute angesichts des erschwerten Zugangs zu Krediten. Vor diesem Hintergrund erscheint es ratsam, das Augenmerk einstweilen auf attraktiv bewertete Unternehmen außerhalb des Finanzsektors zu richten.

Unser bevorzugtes Jagdrevier sind nach wie vor robuste Unternehmen mit relativ stabilen Erträgen und nicht überzogenen Bewertungen. Ein Neuzugang der letzten Zeit ist Fugro, der weltweit führende Anbieter von geotechnischen Analysen und Vermessungsarbeiten auf dem Meeresboden. Das Unternehmen, das gerade dabei ist, seinen Marktanteil im Bereich der Meeresseismologie auszubauen, wird voraussichtlich davon profitieren, dass viele Unternehmen und Regierungen bestrebt sind, fossile Energieträger aus immer unzugänglicheren Lagerstätten zu gewinnen. Ein anderer Kauf war Autogrill, der weltweit größte Anbieter von Lebensmitteln, Getränken und sonstigen Gütern für Reisende. Das Unternehmen sollte von der Integration mehrerer Akquisitionen und dem langfristigen Wachstum im internationalen Luftverkehr profitieren.

In den kommenden Monaten wird der Fonds zyklische Titel weiterhin meiden und den Schwerpunkt stattdessen auf Unternehmen in Nischenmärkten legen, deren Wachstum nicht von der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängig ist. Sie sollten sich auch im Fall einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds behaupten können. Zudem dürften ihre Aktien das Potenzial für eine kräftige Erholung haben, sobald die Anlegerstimmung sich verbessert.